Historisches
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Historisches vom Gut Buchenhof.................................................................................................................................................

Buchenhof 1958

In einem Einschnitt zwischen Großem Gleicberg und Linhartz-Berg war ursprünglich ein Dorf, das man 1334 und 1432 “zu den Buchen” nannte. Hier hatte das Bistum Eichstädt Liegenschaften, die 1433 von den Grafen von Henneberg-Römhild erworben wurden. Buchenhof bildete seitdem einen festen Bestandteil des Amtes Römhild, das hier alle obrigkeitlichen Rechte ausübte.

Im 15. Jahrhundert ging das Dorf ein, und im 16. Jahrhundert bestand nur noch ein Gutshof im Besitz der Landesherrschaft. Zu ihm gehörte eine große Schäferei mit 1.000 Tieren, deren Hutrechte in den Fluren Gleichamberg, Linden, Bedheim und Zeilfeld durch die Verpachtung von Triftrechten an die Bauern im Jahre 1680 stark eingeengt wurden.

Die Bewirtschaftung des Guteserfolgte bis zu ihrer Ablösung in der MItte des 18. Jahrhunderts durch Erntefronen der umliegenden Orte.

1699 verkaufte Herzog Heinrich zu Römhild den Buchenhof an den General von Bibra für 11.000 Taler. Aber schon 1721 wurde Buchenhof von der Landesherrschaft des Amtes Römhild zurückerworben und zunächst als Kammergut, im 19. Jahrhundert als Domäne bewirtschaftet, schließlich aber zumeist verpachtet.
Die Domäne umfasste 1880 und 1931 eine landwirtschaftliche Nutzfläche von 141 ha.

1920 wurde Buchenhof Eigentum des Landes Thüringen. Bis dahin bildete Buchenhof eine eigene Gemarkung, die man erst am 1. April 1927 in die von Gleichamberg einbezog.

Die Domäne fiel 1945 nicht unter die Bodenreform, sondern wurde volkseigenes Gut, das sich seitdem vornehmlich der Zucht von Leistungsvieh und von Vatertieren widmete. ZUm Zwecke der künstlichen Beregnung der leicht austrocknenden Keupermergel, die ausgedehnte Weidegrasfluren tragen, schuf man in den 1960er Jahren einen Stauweiher, der 60.000 Kubikmeter Wasser fasste. (Quelle “Das Gleichberggebiet”, Dt. Akademie der Wissenschaften zu Berlin 1963)

1951 bis 1953 entstanden ein Lehrlingswohnheim und eine Berufsschule.

1973 schlossen sich mehrere umliegende Landwirtschaftliche  Produktionsgenossenschaften zu einer LPG Tierproduktion zusammen. Der Viehbestand wurde zum größten Teil an die LPG verkauft und die Flächen mit Obstbäumen bepflanzt.

Das Schicksal zeigte sich 1968 von seiner besonderen Seite: Herbert Kalnbach, damals wohnhaft in Reurieth, kaufte das letzte Pferd vom VEG Obsthof  Buchenhof.

1986 entstand die Obstlagerhalle – unsere heutige Reithalle -, die aber nur wenige Jahre im ursprünglichen Sinn genutzt wurde.

1998 erwarb Reimo  Kalnbach den zum Verkauf angebotenen Obsthof Buchenhof, stellte das erste Pferd ein und begann mit dem ehrgeizigen Projekt, das einstige herrschaftliche Kammergut in all seiner Pracht wieder aufzubauen.

Gut Buchenhof steht heute ganz im Zeichen der Pferdezucht, -ausbildung und -pension. Großzügige, helle Stallungen, saftige Koppeln und eine liebevolle Betreuung der Pferde durch die Familie und sachkundige Mitarbeiter prägen den neuen Charakter von Gut Buchenhof und verleihen ein einmaliges Flair.

Herrenhaus im Sommer
Herrenhaus im Winter
Herr Kröplin
Kutsche
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